{"id":6606,"date":"2024-09-27T14:47:51","date_gmt":"2024-09-27T12:47:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.education-cloud.eu\/?p=6606"},"modified":"2024-09-27T14:47:52","modified_gmt":"2024-09-27T12:47:52","slug":"staatliche-digitale-loesungen-fuer-schulen-steuerfinanzierte-investitionsruinen-als-konkurrenz-zur-bildungswirtschaft-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.education-cloud.eu\/?p=6606","title":{"rendered":"Staatliche Digitale L\u00f6sungen f\u00fcr Schulen: Steuerfinanzierte Investitionsruinen als Konkurrenz zur Bildungswirtschaft"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Das Logineo-Desaster und was daraus nicht gelernt wurde<\/h3>\n\n\n\n<p>Logineo,\u00a0als zentrale digitale Arbeits-, Lern-\u00a0und Kommunikationsplattform f\u00fcr nordrheinwestf\u00e4lische Schulen vor 15 Jahren erdacht,\u00a0hat sich \u2013 obwohl noch immer nicht vollst\u00e4ndig in Betrieb\u00a0\u2013\u00a0aufgrund seiner diversen Unzul\u00e4nglichkeiten\u00a0die tats\u00e4chlichen Bed\u00fcrfnisse von Schulen betreffend, als\u00a0eine gigantische Verschwendung von Steuergeldern erwiesen. Alleine f\u00fcr das Jahr 2023wendete das Land NRW 22,5 Millionen Euro\u00a0f\u00fcr die Plattform auf; Geld, das an anderer Stelle im Bildungshaushalt\u00a0fehlte.\u00a0Logineowurde unter gr\u00f6\u00dften materiellen Aufwand mit dem Einsatz\u00a0ebenso gro\u00dfer menschlicher Ressourcen vorangetrieben, ohne\u00a0dabei zur Kenntnis zu\u00a0nehmen,\u00a0wie individuell\u00a0unterschiedlich\u00a0die\u00a0Anforderungen\u00a0einzelner Schultypen\u00a0an eine solche Plattform\u00a0sind und dass es bereits verschiedene gut funktionierende L\u00f6sungen aus der Privatwirtschaft gab.\u00a0So wurde auf Kosten der\u00a0Steuerzahlerinnen und Steuerzahler\u00a0an den Bed\u00fcrfnissen\u00a0der Schulen vorbeientwickelt\u00a0und diese am Ende noch dazu gen\u00f6tigt\u00a0von funktionierenden L\u00f6sungen auf\u00a0Logineo\u00a0umzusteigen.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">StarS \u2013 Logineo 2.0?<\/h3>\n\n\n\n<p>Anstatt aus den Erfahrungen mit\u00a0Logineo\u00a0zu lernen\u00a0hat die Kultusministerkonferenz nun das Projekt\u00a0\u201eStark in die Grundschule starten\u201c\u00a0(StarS) angek\u00fcndigt.\u00a0Ziel ist die Entwicklung von Diagnose-Tools, mit denen\u00a0die Lernausgangslagen von Grundsch\u00fclerinnen\u00a0und Grundsch\u00fclern detailliert evaluiert werden sollen,\u00a0damit sie schon vor dem \u00dcbergang auf weiterf\u00fchrende Schulen bereits optimal in\u00a0puncto\u00a0Sprach- und Mathematikkompetenzen individuell optimal gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnen.\u00a0F\u00fcr den dreij\u00e4hrigen Entwicklungszeitrum ist zun\u00e4chst ein Budget von\u00a0rund sechs Millionen Euro veranschlagt.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Es gibt bereits eine funktionierende L\u00f6sung aus der Privatwirtschaft<\/h3>\n\n\n\n<p>Abgesehen davon, dass es schwer werden\u00a0w\u00fcrde,\u00a0ausreichend Personal\u00a0zu rekrutieren, da es in Deutschland an\u00a0Programmiererinnen und Programmierern fehlt und es dar\u00fcber hinaus sicher nicht bei sechs Millionen Euro bleiben wird: Es gibt bereits eine L\u00f6sung, die exakt das kann was mit\u00a0StarS\u00a0erreicht werden soll.\u00a0LOGmedia\u00a0hat bereits vor 15 Jahren mit der Entwicklung einer Diagnosesoftware begonnen, die\u00a0umfangreicher ist als das, was mit\u00a0StarS\u00a0angestrebt wird und die bereits von der Stadt Hagen an ihren Bildungseinrichtungen\u00a0getestet wird.\u00a0Die von\u00a0LOGmedia\u00a0entwickelte Software erm\u00f6glicht sogar die Evaluierung der Sprachf\u00e4higkeiten\u00a0nichtdeutscher Kinder in ihrer Muttersprache und kann so Aufschl\u00fcsse dar\u00fcber geben,\u00a0ob ein Kind\u00a0lediglich\u00a0Probleme beim Erlernen von Deutsch als Fremdsprache hat oder\u00a0bereits Defizite bei der Sprachkompetenz in der Muttersprache bestehen.\u00a0Es ist mehr als zweifelhaft, dass es\u00a0binnen drei Jahren\u00a0mit den veranschlagten Mitteln\u00a0gelingen wird\u00a0StarS\u00a0auf ein\u00a0ansatzweise \u00e4hnliches Niveau zu bringen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der Staat ist kein Unternehmer \u2013 Auch kein Bildungsunternehmer<\/h3>\n\n\n\n<p>Es ist wirklich schleierhaft warum erneut\u00a0steuerfinanziert eine digitale L\u00f6sung f\u00fcr Schulen aus dem Boden gestampft werden soll, wenn es bereits eine\u00a0hoch entwickelte, funktionierende L\u00f6sung gibt, die dazu auch noch bereits von einer deutschen Gro\u00dfstadt umfangreich an\u00a0Bildungseinrichtungen getestet wird. Anstatt zun\u00e4chst den Markt zu sondieren und zu schauen, ob\u00a0das, was man gerne h\u00e4tte,\u00a0nicht\u00a0schon l\u00e4ngst entwickelt wurde, nehmen staatliche Stellen lieber Steuergelder in die Hand\u00a0und\u00a0stellen ihrerseits Entwicklerinnen und Entwickler ein, in\u00a0der \u00fcberheblichen Annahme es im Zweifel selbst besser zu k\u00f6nnen als die, die sich teilweise seit Jahrzehnten mit der Thematik intensiv befassen.\u00a0Von\u00a0nachhaltigem Service und Support ganz zu schweigen. Wenn der Staat weiterhin als Bildungsunternehmer in Konkurrenz zur Privatwirtschaft auftritt, braucht sich niemand zu wundern, dass es mit der Digitalisierung unseres Bildungswesens weiter nur schleppend vorangeht.\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Logineo-Desaster und was daraus nicht gelernt wurde Logineo,\u00a0als zentrale digitale Arbeits-, Lern-\u00a0und Kommunikationsplattform f\u00fcr nordrheinwestf\u00e4lische Schulen vor 15 Jahren erdacht,\u00a0hat sich \u2013 obwohl noch immer nicht vollst\u00e4ndig in Betrieb\u00a0\u2013\u00a0aufgrund seiner diversen Unzul\u00e4nglichkeiten\u00a0die tats\u00e4chlichen Bed\u00fcrfnisse von Schulen betreffend, als\u00a0eine gigantische Verschwendung von Steuergeldern erwiesen. 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