Ausblick auf 2026: Bildungstechnologie, Messen und politische Rahmenbedingungen


15.01.2026
News

Die Bildungslandschaft 2026 steht im Zeichen tiefgreifender Transformation. Von der Integration Künstlicher Intelligenz über neue Förderinstrumente bis hin zu verstärkten Datenschutzanforderungen – die kommenden zwölf Monate prägen die Zukunft des Lernens nachhaltig. Ein Überblick über die wichtigsten Entwicklungen.

ISE 2026: Wo AV-Technologie auf Bildung trifft

Vom 3. bis 6. Februar 2026 verwandelt sich die Fira de Barcelona in den globalen Hotspot für audiovisuelle Innovationen. Die Integrated Systems Europe (ISE) 2026 erwartet über 1.400 Aussteller, darunter 184 Erstaussteller, und wächst um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Motto „Push Beyond“ signalisiert den Anspruch, die Grenzen zwischen Technologie, Kreativität und Erlebnis zu verschieben.

Besonders relevant für den Bildungssektor ist der erstmals veranstaltete EdTech Congress am 4. und 5. Februar im Palau de Congressos. In Kooperation mit dem EduTech Cluster und der Fira de Barcelona positioniert sich die ISE als führende Plattform, auf der Bildungsvisionen auf technologische Innovation treffen. Der Kongress legt den Fokus auf KI und ihre transformative Wirkung auf Bildung – ein Thema, das Entscheidungsträger aus dem gesamten Bildungswesen anspricht.

Ein besonderer Schwerpunkt für Schulen und Bildungsträger ist 2026 die Education Corner am Hisense‑Stand, in der Education Cloud gemeinsam mit Hisense praxisnahe Szenarien für das digitale Klassenzimmer zeigt. Dort stehen vor allem zentrale Gerätesteuerung (Device Management) und die Integration von IServ im Mittelpunkt. Besucherinnen und Besucher können live erleben, wie sich Displays, Tablets und Notebooks sicher und effizient verwalten lassen und wie sich die Schulplattform IServ dank SOTI mobiControl nahtlos in bestehende Schul-IT-Landschaften einfügt.

Zusätzlich etabliert die ISE mit Spark ein neues viertägiges Event, das führende Kreative zusammenbringt, um über Trends und Zukunftsvisionen zur Content-Erstellung zu diskutieren. Der erweiterte Innovation Park verbindet Investoren direkt mit zukunftsweisenden Start-ups und bietet 144 Stände für innovative Geschäftsmodelle.

DIDACTA 2026: Bildung als gesellschaftliche Antwort auf den Wandel

Vom 10. bis 14. März 2026 verwandelt sich Köln in das Epizentrum der europäischen Bildungsdiskussion. Unter dem Leitthema „Alles im Wandel. Bildung im Fokus“ adressiert die didacta die zentralen Herausforderungen unserer Zeit. Rund 800 Aussteller präsentieren Lösungen für alle Bildungsbereiche – von der frühkindlichen Erziehung über die schulische und außerschulische Bildung bis zur beruflichen Weiterbildung.

Die Messe strukturiert ihr Programm in vier Top-Themen:

  • Zukunfts- und Basiskompetenzen: Fokus auf kritisches Denken, Problemlösung und Demokratieverständnis
  • Digitalisierung und Künstliche Intelligenz: Chancen und Herausforderungen digitaler Tools im Unterricht
  • Gesundheit und Wohlbefinden: Bildung als Faktor für psychische und physische Gesundheit
  • Nachhaltigkeit: Verankerung der UN-Nachhaltigkeitsziele in der Bildungsarbeit

Die didacta fungiert als zentraler Branchentreffpunkt für pädagogische Fachkräfte, Bildungsanbieter und Entscheidungsträger. Mit über 1.600 Seminaren, Diskussionsrunden und Vorträgen sowie fünf Foren bietet sie vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten. Education Cloud unterstützt seine Partner auch auf der didacta, insbesondere bei den Themen Device Management und IServ Integration, um Schulen eine durchgängige, datenschutzkonforme und wartungsarme Umgebung für das digitale Lernen zu bieten.

LEARNTEC 2026: Digitale Bildung auf neuem Level

Vom 5. bis 7. Mai 2026 (Kongress: 6.–8. Mai) findet in Karlsruhe Europas führende Veranstaltung für digitale Bildung statt. Die LEARNTEC positioniert sich als Hotspot für Bildungsinnovationen und vereint Vordenker, Tech-Trends und smarte Lernlösungen.

Das Kongressprogramm wird am 30. Januar 2026 veröffentlicht, das Messe- und Rahmenprogramm folgt ab Februar/März. Bereits im Vorfeld bietet das kostenlose Online-Event LEARNTEC xChange vom 27. bis 29. Januar 2026 erste Impulse zu Themen wie KI, Augmented und Virtual Reality, New Work sowie digitaler Hochschule.

Die LEARNTEC 2026 setzt einen klaren Fokus auf skillbasierte Kompetenzentwicklung und zeigt, wie Unternehmen relevante Skills identifizieren, Kompetenzlücken sichtbar machen und Lernen gezielt auf Skills ausrichten können. Die Messe verbindet Lerninhalte, Daten und Strategie zu einem ganzheitlichen Lern-Ökosystem. Education Cloud begleitet seine Partner auch auf der LEARNTEC und präsentiert Lösungen für professionelles Device Management sowie die tiefe Integration in IServ, in welcher Form wir das tun werden, werden wir zeitnah bekanntgeben.

Digital Pakt II: Fünf Milliarden für digitale Bildung

Der Digitalpakt 2.0 markiert eine der bedeutendsten Investitionen in die Bildungsinfrastruktur der letzten Jahre. Bund und Länder haben sich im Dezember 2025 auf ein Fördervolumen von fünf Milliarden Euro bis 2030 geeinigt, das je zur Hälfte finanziert wird. Der Bund stellt 2,5 Milliarden Euro größtenteils aus dem Sondervermögen „Infrastruktur und Klimaneutralität“ bereit.

Kernmerkmale des Digitalpakts 2.0:

  • Vereinfachte Antragsverfahren: Deutlich reduzierter Verwaltungsaufwand für Länder und kommunale Schulträger
  • Ganzheitlicher Ansatz: Förderung von leistungsfähiger technischer Ausstattung, verlässlichen Wartungs- und Supportstrukturen sowie zeitgemäßen digitalen Lernumgebungen
  • Länderübergreifende Vorhaben: Neuer Pool für gemeinsame Projekte von bis zu 12 Ländern
  • Lange Laufzeit: Förderfähigkeit bis Ende 2033

Die Förderrichtlinien werden nach Unterzeichnung der gemeinsamen Vereinbarung im Jahr 2026 veröffentlicht. Schulen in kommunaler Trägerschaft erhalten bis zu 80 Prozent Zuschuss, freie Schulen bis zu 94,6 Prozent der förderfähigen Kosten.

Datenschutz: Neue Herausforderungen durch Digitalisierung und KI

Der Europäische Datenschutztag am 28. Januar 2026 markiert einen wichtigen Meilenstein für die Sensibilisierung im Umgang mit personenbezogenen Daten. Schulen verarbeiten zunehmend sensible Informationen – von Noten und Fehlzeiten bis hin zu Gesundheitsdaten und Lernverläufen.

Zentrale datenschutzrechtliche Anforderungen 2026:

  • Behördlicher Datenschutzbeauftragter: Öffentliche Schulen müssen einen behördlichen Datenschutzbeauftragten bestellen, der Schule berät, den Datenschutz kontrolliert und als Ansprechpartner für Eltern zur Verfügung steht
  • Digitale Klassenbücher und Lernplattformen: Die Verarbeitung personenbezogener Daten ist grundsätzlich zulässig, wenn sie für die Wahrnehmung der Schulaufgaben notwendig ist. Zusätzliche Daten erfordern immer eine Einwilligung
  • KI im Unterricht: Neue Veranstaltungen zu Datenschutz und KI im Unterricht adressieren die spezifischen Risiken automatisierter Entscheidungsprozesse und Datenanalysen​
  • Datensicherheit: Maßnahmen zur Datensicherheit müssen so gestaltet sein, dass Unbefugte nicht auf Informationen zugreifen können​

Die zunehmende Digitalisierung erfordert ein hohes Maß an Aufklärung und Schulung von Lehrkräften sowie transparente Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern und deren Eltern.

Datenautonomie rückt in den Fokus

Ein besonders vorbildliches Projekt zur Umsetzung von Datenautonomie verfolgt Schleswig-Holstein als erstes Bundesland konsequent. Die Landesregierung hat eine umfassende Open-Source-Strategie verabschiedet, die digitale Abhängigkeiten von großen Technologieanbietern systematisch reduzieren soll. Digitalminister Dirk Schrödter betont: „Digitale Souveränität durch den Einsatz von Open-Source-Lösungen ist machbar und schaffbar und wirtschaftlich umsetzbar“. Das Land setzt auf quelloffene Alternativen für Verwaltung, Bildung und Wirtschaft – von LibreOffice und Nextcloud bis hin zu einem vollständig digital souveränen IT-Arbeitsplatz. Diese Strategie stärkt nicht nur die Unabhängigkeit und Kontrolle über sensible Daten, sondern fördert auch regionale Wirtschaftskreisläufe und etabliert Schleswig-Holstein als Vorreiter für digitale Resilienz in Deutschland.

Fazit: Ein Jahr der Transformation

2026 wird zum Scharnierjahr für die Bildungstechnologie. Die Kombination aus großen Messen mit spezifischen Bildungsschwerpunkten, substanziellen Fördermitteln durch den Digitalpakt 2.0 und verstärkten datenschutzrechtlichen Anforderungen schafft ein einmaliges Umfeld für Innovation und Qualitätsentwicklung.

Die didacta setzt mit ihrem Leitthema einen starken gesellschaftlichen Rahmen, die LEARNTEC liefert die technologischen Lösungen, und die ISE erweitert den Blick über den traditionellen Bildungssektor hinaus. Der Digitalpakt 2.0 stellt die finanzielle Grundlage, während verstärkte Datenschutzmaßnahmen für verantwortungsvolle Rahmenbedingungen sorgen. Education Cloud präsentiert sich dabei als verlässlicher Partner auf allen drei Leitmessen – von der ISE über die didacta bis zur LEARNTEC – und unterstützt Bildungseinrichtungen mit praxiserprobten Lösungen für Device Management und IServ Integration.

Bildungseinrichtungen, die diese Entwicklungen frühzeitig aufgreifen und strategisch umsetzen, werden langfristig von den Investitionen und Innovationen profitieren. Die Herausforderung liegt darin, technologische Möglichkeiten mit pädagogischer Qualität und datenschutzrechtlichen Anforderungen in Einklang zu bringen.

DSGVO-konform

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