Wie kann mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) dem Lehrkräftemangel in Deutschland entgegengewirkt und Bildung verbessert werden?


05.03.2024
News

An vielen öffentlichen Schulen in Deutschland fällt in den letzten Jahren zunehmend Unterricht aus, da nicht ausreichend Lehrkräfte vorhanden sind

Dieser Mangel an Lehrkräften hat zur Folge, dass die Wissenslücken bei vielen Schülerinnen und Schülern, die ohnehin unter den Folgen der Schulschließungen im Zuge der Corona-Pandemie leiden, weiter angewachsen sind. Schülerinnen und Schüler, die ohnehin Schwierigkeiten hatten dem Unterricht zu folgen, sind durch diese Entwicklung noch weiter ins Hintertreffen geraten und drohen nun vollends den Anschluss zu verlieren. Dieser Entwicklung gilt es gerade auch in Hinblick auf den zunehmenden Fachkräftemangel in Deutschland dringend entgegenzuwirken, da Bildung die wohl wichtigste Ressource ist, über die das Land verfügt.

KI im Unterricht: Chance oder Risiko?

Die Entwicklung von ChatGPT hat die Diskussion um die Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) auch und gerade im Schulunterricht massiv befeuert. In der öffentlichen Debatte stehen hier aber generell eher die Risiken als der potenzielle Nutzen von KI im Vordergrund. Viele Beobachter und auch Lehrkräfte scheinen zu befürchten, dass Schülerinnen und Schüler sich zukünftig ihre Hausaufgaben von einer KI schreiben lassen und kreative Denk- und Arbeitsprozesse im Ansatz unterbunden werden. Leider treten dabei die Möglichkeiten in den Hintergrund, die der pädagogisch sinnvolle Einsatz von KI zur Unterstützung und Bereicherung des Unterrichts leisten kann. KI wird eine immer größere Rolle im Alltag aller Menschen spielen, umso wichtiger ist es, dass Schülerinnen und Schüler bereits in der Schule den Umgang mit ihr lernen sowie Chancen und Risiken von KI kennenlernen.

KI-gestütztes, adaptives Lernen schließt Lücken bei Lernständen und entlastet Lehrkräfte

Für den konkreten Unterricht bedeutet dies, dass Konzepte zur sinnvollen Nutzung von KI bei der Unterrichtsplanung- und Durchführung erstellt werden müssen. Eine KI-gestützte Lernplattform kann dabei helfen Lerninhalte passgenau für einzelne Schülerinnen und Schüler zu steuern und auf individuelle Bedürfnisse, die sich aus dem jeweiligen Lernstand ergeben, einzugehen. Die Lehrkraft agiert dadurch zunehmend auch als eine Lernbegleitung und kann somit eine größere Anzahl an Lernenden betreuen, ohne dass dabei einzelne Schülerinnen und Schüler vernachlässigt werden. Unterricht kann so gleichzeitig individueller abgestimmt und dadurch auch deutlich effizienter werden. Die KI-gestützte Einteilung in Lerngruppen kann diesen Effekt noch weiter positiv verstärken. Bei der Erstellung individueller Lernmaterialien kann KI ebenfalls einen unschätzbaren Mehrwert liefern, da es unter normalen Umständen einer Lehrkraft zeitlich niemals möglich wäre, für alle Lernenden passende Unterrichtsmaterialien zu erstellen. Eine KI kann dies auf Basis der ihr übermittelten Daten tun und so der Lehrkraft nicht nur extrem viel Zeit sparen, sondern den gesamten Unterricht effizienter und sowohl für die Lehrenden als auch die Lernenden deutlich befriedigender machen. Die Schülerinnen und Schüler erhalten auf ihren individuellen Lernstand abgestimmte Lehrmittel, die sie weder über- noch unterfordern. Durch adaptives Lernen können leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler wieder sukzessive an die leistungsstärkeren Lernenden herangeführt werden. Das durchgehende KI-gestützte Monitoring ermöglicht den Lehrkräften eine lückenlose Evaluierung der individuellen Lernstände, die sie selbstständig so niemals durchführen könnten.

In diesem Zusammenhang ist es nicht übertrieben zu sagen, dass die Chancen des Einsatzes von KI im Schulunterricht im Vergleich zu den Risiken deutlich überwiegen.

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