Digitale Pädagogen als Antwort auf den Lehrkräftemangel in Deutschland?


17.09.2023
News

Sachsen will als erstes Bundesland selbstständiges und selbstorganisiertes Lernen durch den Einsatz digitaler Selbstlernmodule fördern!

Auf Basis der sächsischen Lehrpläne sollen 63 digitale Modulen für 16 Fächer den analogen Unterricht ergänzen. Neben der Förderung selbstständigen Lernens ist die Entlastung der Lehrerschaft ein entscheidender Aspekt bei der Einführung dieses digitalen Zusatzangebots. Wie andere Bundesländer auch kämpft Sachsen mit einer steigenden Anzahl an Schülerinnen und Schülern, während nicht in ausreichendem Maße Lehrkräfte eingestellt werden (können).

Notlösung oder echte Chance?

In erster Linie handelt es sich bei den digitalen Lernmodulen, die in Sachsen eingesetzt werden sollen, um eine Form des Videounterrichts mit vorgefertigten Lektionen. So entsteht zumindest der Anschein, dass in erster Linie die Problematik des Lehrkräftemangels kaschiert werden soll, während ein anderer ganz entscheidender Punkt ausgeklammert wird: Die unterschiedlichen Lernstände bei den Schülerinnen und Schülern, die nur durch stärker individualisiertes Lernen mit entsprechenden Lernmaterialien ausgeglichen werden können. Dass Videounterricht hier einen entscheidenden Beitrag leisten kann, darf bezweifelt werden.

Individualisierte Lernmaterialien entlasten Lehrkräfte und schließen Lücken im Lernstand der Schülerinnen und Schüler

Das größte Problem, das sich aus dem fortschreitenden Lehrkräftemangel ergibt, ist der resultierende Zeitmangel bei der Beschäftigung mit den einzelnen Schülerinnen und Schülern. Insbesondere bedingt durch die Corona Pandemie haben sich die individuellen Lernstände innerhalb der Klassenverbände aber weiter auseinanderentwickelt, Schülerinnen und Schüler aus eher einkommensschwachen und bildungsfernen Haushalten hatten in der Regel nicht die selben Voraussetzungen am Fernunterricht teilzunehmen wie ihre besser situierten Mitschülerinnen und Mitschüler. Diese Lücken wieder zu schließen ist die entscheidende Aufgabe, die unser Bildungssystem bewältigen muss, um zu verhindern, dass ein beträchtlicher Teil junger Menschen abgehängt und ohne echte Chancen in den Arbeitsmarkt entlassen wird.

Die Erstellung individualisierter Lernmaterialien, die die Lernenden auf ihrem jeweiligen Lernniveau abholen, sind die entscheidende Stellschraube, um abgehängte Schülerinnen und Schüler wieder an den zum Erreichen des Klassenziels notwendigen Wissensstand heranzuführen.

KI-gestützte Lernmittelerstellung entlastet Lehrer- und Schülerschaft

Wenn sich immer weniger Lehrkräfte mit immer mehr Schülerinnen und Schülern beschäftigen müssen, ist die individuelle Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen des einzelnen Lernenden kaum noch möglich. Dies sorgt für Frustration auf beiden Seiten: Die Lehrkräfte können ihrem Beruf nicht in der gewünschten Weise nachgehen und viele Schülerinnen und Schüler sind frustriert, weil sie dem Unterricht nicht mehr folgen können.

KI-generierte Lernmaterialien können hier eine Wende einleiten. Zunächst werden die Lernstände jedes einzelnen Lernenden überprüft und auf Basis der Ergebnisse Lernmaterialien für jede Schülerin und jeden Schüler erstellt. Die Lernenden erhalten somit nur Aufgaben, die sie bewältigen können, haben wieder Erfolgserlebnisse und können sukzessive wieder an die leistungsstärkeren Schülerinnen und Schüler herangeführt werden.

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